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  • #8 – 4-Gipfel-Tour über den Salfeinssee

    #8 – 4-Gipfel-Tour über den Salfeinssee

    Für uns ging es Freitag ins schöne Tirol in Österreich. Ursprünglich war eine Tour zum Amselsee geplant, ich habe mich aber last minute nochmal unentschieden, da ich auf Instagram ein tolles Bild vom Salfeinssee gesehen hab. Vielleicht kennt ihr ihn sogar, er spiegelt das Bergpanorama im Hintergrund einfach unglaublich doll.

    Wir sind dieses Mal mit dem Camper gefahren und haben direkt dort am Parkplatz eine angenehme Nacht verbracht. In der Früh ging es mit Proviant und Kamera im Gepäck dann los, denn wir hatten 19km vor uns.

    Wir sind also am Parkplatz in Tanneben gestartet und direkt zum Salfeinssee mit einer guten Steigung von 900hm gewandert. Ein Stückchen vor dem Gipfel haben uns die ersten Schneefelder überrascht. Wobei ich fast damit gerechnet habe, da ich natürlich auch den Wetterbericht gecheckt habe.

    Leider war dadurch auch der See zugefroren und eine Spiegelung gab es nicht – schade, denn dafür bin ich eigentlich hergekommen. Aber das Panorama hat das bei weitem wieder wett gemacht!! Wir haben so tolle Bilder dort machen können.

    Nach einer kurzen Rast ging es weiter zum Grieskogel, von dort weiter zum Breitschwemmkogel und Angerbergkopf. Eigentlich wäre noch der Schaflegefkogel dabei gewesen, aber ich war bereits so kaputt und es war schon spät, so dass ich ihn ausgelassen habe.

    Aber ich sags euch. Die Gratwanderung war so anstrengend, da alles voller Schnee war. Zum Glück gab es bereits Spuren, aber die waren eben auch nur spärlich. Skyla ist teilweise kaum voran gekommen, weil sie komplett im Schnee eingebunden ist.

    Es hat sich aber trotzdem gelohnt und ich war unglaublich stolz auf mich, dass ich es geschafft habe. So viele Höhenmeter und vor allem in Verbindung mit der Strecke hatte ich noch nie! Auch Skyla war unglaublich (auch wenn sie sich heute noch erholen muss und den ganzen Tag schläft 😀 ). Wollt ihr die Gipfelkreuze sehen?

    Der Abstieg allerdings war nicht schön. Denn: es ging mit 30% Gefälle über eine vollgeschneite, hügelige und felsige Wiese. Ohne Spuren. Die Markierungen größtenteils vollgeschneit. Ich dachte zwischenzeitlich wirklich, dass ich da nicht ohne Knochenbrüche unten ankomme. Ich musste noch nie selber spuren und es macht wirklich keinen Spaß, da du einfach nicht siehst, was unter der Schneedecke ist. Wir sind teilweise im Zickzack gelaufen, weil man nicht mehr erkennen konnte, was denn in etwa der Weg sein könnte. Aber mit etliche viel Schnee in den Schuhen haben wir es irgendwann doch noch geschafft. Der restliche Abstieg war solala, ich war total kaputt und wollte einfach nur noch ins Bett. Die letzte Kilometer gingen über eine geteerte Straße nach unten. Meine Knie haben sich zwar gefreut, dass wir nicht mehr über Wurzeln klettern mussten, aber es war mental so eine Herausforderung, dass ich die ganze Zeit gesungen hab, um mich bei Laune zu halten. Ich muss Skyla mal bei Gelegenheiten fragen, wie sie meine Gesangseinheiten fand 😉

    Zurück im Camper sind wir dann tatsächlich noch nach Mittenwald gefahren, da ich am Stellplatz in Tirol kein Internet hatte und gerne noch die Bilder bearbeiten wollte. Dort haben wir dann die zweite halbwegs warme und durchaus angenehme Nacht verbracht und sind am nächsten Vormittag wieder nach Hause gefahren.

    Auch wenn die Tour größtenteils schön und das Panorama einzigartig war, würde ich die Tour vermutlich nicht noch mal gehen. Und wenn doch, dann definitiv nur im Sommer!

    Hier geht’s zur Tour auf Komoot!